von lateinisch: nocere - schaden
Unter Nocebo-Effekt werden negative Wirkungen beim Patienten nach Gabe eines Scheinmedikamentes (Placebo) erfasst. Der Nocebo-Effekt ist also das Gegenteil des Placebo-Effekts.
Das Phänomen des Nocebo-Effektes ist von vielen Faktoren abhängig, u.a. von der individuellen Prägung und Konditionierung und von Umweltfaktoren (Gerüche, Geräusche, Therapeutische Rituale, Erwartunghshaltung des Patienten etc.).
Die schmerzverstärkende Wirkung von Nocebos soll zentral über Cholecystokinin (CCK) vermittelt werden, da die Gabe eines CCK-Antagonisten den Nocebo-Effekt unterbricht.
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Autoren: Udo Paulussen, Jakob Kraul, Dr. Frank Antwerpes
Tags: Placebo
Fachgebiete: Allgemeinmedizin