Lymphadenopathie

Englisch: lymphadenopathy

1 Definition

Der Begriff Lymphadenopathie bezeichnet eine nicht näher charakterisierte Erkrankung der Lymphknoten, beispielsweise eine Lymphadenitis oder Lymphadenose.

2 Hintergrund

Eine Lymphadenopathie ist in der Regel mit einer Lymphknotenschwellung verbunden, sie kann sich aber auch durch eine veränderte Konsistenz der Lymphknoten ausdrücken. "Lymphknotenschwellung" und "Lymphadenopathie" werden dennoch im klinischen Sprachgebrauch häufig synonym verwendet.

3 Einteilung

3.1 ...nach Lokalisation

3.2 ...nach Grad der Ausbreitung

  • Regionale Lymphadenopathie: Lymphadenopathie, die auf eine Körperregion beschränkt ist
  • Generalisierte Lymphadenopathie: Lymphadenopathie mehrerer Körperregionen

3.3 ...nach Dignität

4 Ursachen

Für das Auftreten einer Lymphadenopathie kommt ein großes Spektrum möglicher Erkrankungen in Betracht. Dazu zählen unter anderem:

4.1 Infektionen

Am häufigsten entstehen Lymphadenopathien sekundär durch eine Infektion im Drainagegebiet der betroffenen Lymphknoten mit pathogenenen Mikroorganismen (vor allem Streptokokken und Staphylokokken).

Die Lymphknoten können jedoch auch direkt von einer Infektion betroffen sein, z.B. im Rahmen generalisierter Virusinfektionen (z.B. Mononukleose, Zytomegalievirus-Infektionen) oder bei bakteriellen Infektionen mit Mykobakterien, Toxoplasmen oder Borrelien, die bevorzugt die Halslymphknoten befallen.

4.2 Erkrankungen des lymphatischen oder retikuloendothelialen Gewebes

4.3 Stoffwechselerkrankungen

4.4 Weitere Erkankungen

siehe auch: Lymphknotenschwellung

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Fachgebiete: Pathologie

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